Psychomentale Arbeitsmedizin

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Arbeitsgruppe

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Psychomentale Belastung am Arbeitsplatz hat für Politik, Unternehmen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den letzten Jahren eine zunehmend stärkere Bedeutung. Neben dem primär im Fokus stehenden Beschwerdebild des sogenannten „Burnout“ oder psychischer Beanspruch durch Mobbing, Bossing gibt es im Arbeitskontext gravierende Ereignisse, die mitunter schwere psychische und psychosomatische Erkrankungen hervorrufen können. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Ursachen, Folgen und der Versorgung dieser für Betroffene oftmals gravierenden Störungen. Hierbei liegt der Schwerpunkt insbesondere auf der evidenz-basierten Untersuchung von Interventionen nach psychischer Traumatisierung als Folge von Extremereignissen am Arbeitsplatz sowie im beruflichen Kontext.

Zielsetzung

In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Psychiatrie, Klinischer Psychologie, Epidemiologie steht die Erforschung und Überprüfung bestmöglicher Versorgung für Betroffene nach Extremereignissen. Gleichzeitig werden Praxisempfehlungen und die Implementierungen für Unternehmen in Kooperation mit Unfallversicherungsträgern, Betriebspartnern und Politik entwickelt. Hierbei stellt die konkrete politische und organisatorische Umsetzbarkeit der Erkenntnisse etwa im Rahmen von Governance Konzepten in Kooperation mit den Politikwissenschaften einen weiteren Forschungsbereich dar.

Aktuelle Schwerpunkte

Wirkungsanalyse psycho-sozialer Akutversorgung

Zur Bewältigung erlittener psychischer Traumatisierung und zur Verhinderung psychischer Traumafolgeerkrankungen gilt die unmittelbare oder zeitnahe Akutversorgung von Betroffenen als wichtiger und notwendiger Baustein in diesbezüglichen Präventionskonzepten. Inwieweit sich diese Konzepte als wissenschaftlich evident erweisen, ist Gegenstand eines aktuellen Forschungsprojektes am Lehrstuhl, in dem die psycho-soziale Akutversorgung (Erstbetreuung) von Fahr- und Servicedienstmitarbeitern nach Unfällen, Suiziden und Übergriffen im öffentlichen Personennahverkehr untersucht wird.