Allergisches Berufsasthma

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(Ansprechpartner: Prof. Dr. med. H. Drexler)

 

In allen westlichen Industrienationen scheinen allergisch verursachte obstruktive Atemwegserkrankungen zuzunehmen. In der Bundesrepublik Deutschland zählen sie zu den häufigsten Berufskrankheiten. Bei etwa 90 % der relevanten Soforttypallergene handelt es sich um natürlich vorkommende hochmolekulare Allergene (Mehlproteine, Latexpartikel, Tierhaare u.a.). Die restlichen 10 % verteilen sich auf niedermolekulare Berufsallergene (Haptene), die erst nach Adduktbildung mit einem körpereigenen Eiweiß allergene Potenz entfalten. Die bislang identifizierten niedermolekularen Allergene sind zumeist anthropogenen Ursprungs und arbeitsmedizinisch bedeutsam, wie z. B. Diisocyanate, Dicarbonsäureanhydride und Platinsalze.

Bei beruflicher Exposition gegenüber niedermolekularen Allergenen läßt sich eine Sensibilisierung der exponierten Arbeitnehmer in bis zu 50 % serologisch und im Hauttest nachweisen. Ein Großteil dieser Personen entwickelt im weiteren Verlauf Atemwegsbeschwerden im Sinne einer IgE-vermittelten Allergie. Unter den Exponierten finden sich aber auch Personen, die einen für eine IgE-vermittelte Allergie typischen Krankheitsverlauf aufweisen (progrediente Rhinitis mit sogenannten Etagenwechsel auf die tiefen Atemwege, oftmals in Begleitung einer Kontakturtikaria), ohne daß spezifisches IgE nachgewiesen werden kann.

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung neuer immunologischer Nachweismethoden, so daß die Diagnose von Sensibilisierungen und klinisch relevanten Allergien gegen niedermolekulare Haptene ermöglicht bzw. verbessert werden kann.